KAPRUN-PROZESS: WIRD WIEDERAUFNAHME VERHINDERT?

 

Als am 11. November 2000 bei der größten Brandkatastrophe der jüngeren Geschichte Österreichs in Kaprun 155 Menschen ums Leben kamen, gellte eine Aufschrei durch das Land. Denn das tödliche Feuerereignis wurde durch drei Gutachten der in diesem Prozess in Salzburg tätigen Sachverständigen mehr oder weniger als "normgerechter Brand" hingestellt. Der Richter musste daraufhin die insgesamt 16 Angeklagten freisprechen. Auch in der nächsten Instanz auf dem Linzer Landesgericht erfolgte eine Bestätigung dieses Urteils und das Unglück schien als ein "Ereignis der höheren Gewalt" in die Katastrophenannalen der Alpenrepublik einzugehen. Dann erfolgte jedoch etwas Unerwartetes: In einem Folgeprozess in Heilbronn (Deutschland) zog das Deutsche Gericht ganz andere Schlüsse und stellte den Österreichischen Gutachtern ein schlechtes Zeugnis aus. Nun hofften viele heimische Brandschutzexperten auf eine Neuaufnahme des Prozesses. Daraus soll jedoch nichts werden, denn von Seiten des Justizministeriums will man die Angehörigen der Toten mit einem Batzen Geld abfertigen, damit diese leidige Causa endlich abgeschlossen werden kann.
Das Brandschutzforum Austria warnt vor einer derartigen Entwicklung und hat aus diesem Grunde - noch vor Beginn der ministeriellen Verhandlungen - die folgende OTS-Presseaussendung verfasst.
 

Presseaussendung

 
 
 

 

0316 71 92 11

office@brandschutzforum.at

0316 71 92 11 9