MIT "FEUER UND FLAMME" AN DER UNI-GRAZ

 

Erstmals läuft an einer österreichischen UNI – nämlich der Karl-Franzens-Universität in Graz – eine umfassende Vorlesung über Brandschutz. Gestern, den 12. Juni 2007, hatten die Studenten die Gelegenheit sich bei praktischen Übungen mit dem Medium Feuer praktisch und spektakulär auseinander zu setzen. Der akademische Nachwuchs war mit „Feuer und Flamme“ bei der Sache!

Die Anrainer beim Universitätsgelände staunten nicht schlecht, als sie gestern Mittag spektakuläre Feuerbälle und Löschaktivitäten zu sehen bekamen. Unter dem Motto „ist Brandschutz ein Stiefkind?“ waren die Studenten des Lehrgangs aufgefordert im Rahmen einer praktischen Brandschutzübung das Bedienen und Löschen mit Tragbaren Feuerlöschern, die Handhabung einer Löschdecke und die Verwendung eines Wandhydranten zu trainieren. Außerdem wurden eine Fettexplosion sowie das Brandverhalten von Spraydosen und Gaskartuschen etc. demonstriert. Knapp 60 Studenten nahmen an dieser Brandschutzübung teil. Sie erhalten nach der erfolgreichen Teilnahme dieser Übung und den abschließenden theoretischen Prüfungen den so genannten Österreichischen Brandschutzpass.

 Dieser legitimiert sie als Brandschutzbeautragter in Betrieben gemäß TRVB 0 117. Außerdem wird die Vorlesung auch als Wahlpflichtfach für die Studierenden anerkannt. Die Vorlesung – unter der Leitung von Univ. Lektor und Landesfeuerwehrrat Dr. Otto Widetschek – soll dazu beitragen, die komplexen Probleme des Brandschutzes umfassend zu erörtern und das Sicherheitsbewusstsein an den Grazer Hochschulen zu verbessern. Sie ist über einen Zeitraum von zwei Semestern vorgesehen und für Hörer/ Innen aller Fakultäten geeignet. Trotz oder gerade wegen dieser positiven Entwicklung fordert das Brandschutzforum Austria künftig verpflichtende Vorlesungen zum Thema Brandschutz auch für angehende Architekten und Bauingenieure, um so den Sicherheitsstandard bei der Planung und Errichtung heimischer Bauwerke zu verbessern. 

Christof Oswald

 

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