HOCHHAUSGESETZ: INFOSEMINAR

 

HOCHHAUSGESETZ: Infoseminar an der  Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark!

„Die Sicherheit der Hochhausbewohner und Feuerwehrleute darf nicht parteipolitischen Überlegungen geopfert werden,“ war der Grundtenor des Informationsseminars „Brandschutz in Hochhäusern“, das der Landesfeuerwehrverbandes Steiermark am

30. August 2007 in Lebring veranstaltete.

Ing. Josef Milla von der Berufsfeuerwehr Graz demonstrierte hautnah, was einen Feuerwehrmann im Falle eines Hochhausbrandes bewegt: 26 kg Adjustierung und Ausrüstung!
Einer Argumentation, der sich die Bürgerinitiative „GIHB“ allerdings nicht anschloss. Deren Sprecherin Ingrid Moretti prangerte das steirische Baugesetz als unsoziale und bürgerfeindliche Verordnung an und wies auf die hohen Kosten „der aufgezwungenen Brandschutzkosten“ hin. Diese sollen laut Moretti 120,-- bis 150,-- Euro pro Monat ausmachen.
 
ES GEHT AUCH ANDERS
Dem widersprach Dipl. Ing. Herbert Teuschl, der Hochhausbewohner aus der Kasernstraße in Graz vertritt und sprach von Adaptierungskosten von 21,-- Euro pro Mieter. In diesem Preis seien allerdings, so Teuschl, auch andere Baumaßnahmen, wie zum Beispiel eine Müllinsel, enthalten.
 

EXPERTEN
Anerkannte Experten wie Landesfeuerwehrrat Dr. Otto Widetschek, Dipl. Ing. Heribert Hasenbichler (Landesstelle für Brandverhütung), Oberbrandrat Ing. Josef Milla (Berufsfeuerwehr Graz) sowie der Landesjurist Dr. Paul Trippl erläuterten die Sinnhaftigkeit der derzeitigen gültigen steirische Baugesetzgebung.
Wie die Experten betonten, sieht die künftige europäische Norm eine weitaus strengere Regelung der baulichen Brandschutzmaßnahmen vor. Deshalb wäre es ein Nonsens nun vom Paragraph 103 abzugehen.
LFR Dr. Otto Widetschek moderierte die Veranstaltung
 
TEILWEISE NACHGERÜSTET
Von den mehr als 300 steirischen Hochhäusern wurden bereits 120 Gebäude mit Sicherheitsstiegenhäusern ausgestattet. Hierbei wird das Stiegenhaus durch ein Druckluftsystem im Brandfall rauchfrei gehalten, womit den Hochhausbewohnern ein sicherer Fluchtweg und den Feuerwehrleuten ein rauchfreier Angriffsweg ermöglicht wird. Von den rund jährlich 55 Brandtoten in Österreich kommen mehr als 95 Prozent durch die giftigen Brandgase um.
 

REGER BESUCH

Der Informationsveranstaltung wohnten Vertreter des Steiermärkischen Landtages sowie Spitzenbeamte der Landesregierung und der Städte, darunter die Landtagsabgeordneten Bgm. Werner Breithuber, Edmund Hamedl, Gerald Schmid und Renate Pacher bei.

 

Die Landtagsabgeordneten Bgm. Werner Breithuber, Renate Pacher und Edmund Hamedl (im Korb der DL)) informierten sich bei der Veranstaltung des LFV Steiermark in Lebring. Seitens des Feuerwehrwesens argumentierten BD-Stv. Heimo Krajnc, LBDS Gustav Scherz, LBD Albert Kern und LFR Dr. Otto Widetschek (von links).
 
SINNHAFTE VERANSTALTUNG
Seitens der politischen Vertreter wurde die Veranstaltung des LFV-Steiermark positiv hervorgehoben, da dadurch endlich eine Versachlichung des Themas gegeben und ein wichtiger Informationsfluss erfolgt sei. Diese Informationen werde man in den eigenen politischen Fraktionen weitergeben.

Christof Oswald

Ein paar Fotos

 
 

 

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